Im Flower Power Fieber

Im August ist im Western Cape „Winterzeit“. Das bedeutet nicht eisige Kälte und Schnee, sondern kühle Temperaturen und auch mal einen Regenschauer. Kleidungsmässig ist der Zwiebellook angesagt. Häufig saßen wir Mittags zum Wein und Wrap schon in der Sonne und haben uns am Abend, in Decken eingekuschelt, nicht mehr vorm Kamin wegbewegt. Heute sagt die Wettervorhersage Sunny but cold, Min: 8°C / Max:

Jede Medaille hat zwei Seiten, daher gibt es auch eine Schöne im August/ September. Das ist die Blütenpracht an der West Coast und im Namaqua Land. Ganze Blütenmeere locken die Menschen jedes Jahr am Ende des südafrikanischen Winters in die Natur und in die südafrikanischen Nationalparks. Blütenteppiche in orange, lila, weiß soweit das Auge reicht! Immer wieder hüpften wir aus dem Auto um neue Fotos zu schießen. Die Kinder waren genervt: Mama seit wann fotografierst Du ständig Blumen? Ich war im Flower Power Fieber!


Die Blüten sind i.d.R. zwischen 10h und 16h geöffnet. Da sich die Blumen in Richtung der Sonne drehen, ist es auf jeden Fall sinnvoll, morgens Richtung Westen und nachmittags Richtung Osten zu fahren.

Wer sicher gehen möchte, wo die Blüte schon im vollen Gange ist, kann sich über die Flower Hotline informieren. Die Karte  und die Hotline Nummer findet Ihr hier nochmal.


Quelle: WestCapecoast.org

Wir verbrachten zwei Tage im Namaqua Park. Unsere Anfahrtsroute ging über Garies in den Park. Schon auf dem Weg dahin waren wir von dem Blütenmeer verzückt. Im Park selber, der noch nicht touritisch überlaufen ist, sind neben Antilopen auch Robben am Strand zu entdecken. Hier waren die Kinder wieder voller Begeisterung.


Die Campingplätze sind rudimentär ohne jegliche Einrichtung. Dafür direkt am Meer mit fantastischen Sonnenuntergängen. Ich muss allerdings einschränkend sagen, als wir diesmal hier am Meer in der Kälte und mit Wind gezeltet haben, war es saukalt. Nach einem heißen Eintopf, den uns mein Mann gezaubert hatte, hüpften wir zu Viert in ein Dachzelt und spielten Mensch-ägere-Dich-nicht, während der Wind an unserem Zelt zerrte 🌪💨.

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