Der Shipwreck Trail – Wracks an der Diamantenküste

Auf dem Ship-Wreck Trail an der Westküste des Kaps

Eine unserer letzten Abenteuerfahrten führte uns in ein Diamantengebiet an der Westcoast, ca. 500 Kilometer nördlich von Kapstadt. Das Gebiet ist nur für 4×4 zugänglich. Wir fuhren zuerst in ein Arbeiterdorf namens Koingnaas, wo wir uns trafen. Das Dorf war in den 70er Jahren eine Stadt für die Minenarbeiter von De Beers, aber seit das Unternehmen den Ort verließ, wohnen dort nur noch wenige 100 Menschen.

Hier stehe ich vor dem Schiffswrack der Piratiy
Hier stehe ich vor dem Schiffswrack der Piratiy
Wir trafen uns am Eingang der Diamanten Route vor einem unbewohnten Büro. Nachdem wir uns getroffen hatten, ging es los. Wir fuhren durch ein Tor auf den Weg der uns zu den Schiffwracks bringen sollte. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir am ersten Wrack an. Es war die „Piratiny“, ein Handels Schiff und hat mir persönlich am besten gefallen weil es noch so gut erhalten war. Am 12. Mai 1943 zerschellte das brasilianische Schiff mit Eisenerzen an Bord an der hiesigen Küste auf seinem Weg von Rio di Janiero nach Kapstadt.

Unser Guide erklärte uns dabei auch, falls wir Diamanten finden, (wo wir uns keine großen Hoffnungen machen sollten) müssen wir sie abgeben. Aber es gäbe einen Finderlohn. Er erläuterte, dass das illegale Verkaufen von Diamanten mit einer langen Freiheitsstrafe geahndet wird. Im Nachhinein haben wir natürlich keine Diamanten gefunden. Immerhin haben wir im inneren des Schiff Wracks eine Porzellanscherbe gefunden. Ich habe den Guide gefragt und er sagte, wir dürften die Scherbe mitnehmen. Bald ging es weiter und der Guide erzählte uns von dem Diamanten Gebiet und seiner Geschichte .  Es war faszinierend zu sehen, dass die Wracks auf der Meer zugewendetem Seite viel mehr beschädigt waren als auf der anderen Seite.

Hier kann man gut die dem Meer zugewandte Seite erkennen.
Hier kann man gut die dem Meer zugewandte Seite erkennen.
Unser Picknik
Unser Picknik
Nach den vielen Wracks machten wir ein Picknick und alle unterhielten sich und erzählen von Ihren Eindrücken. Wir haben mit den anderen bayerischen Speck gegen afrikanischen Builtong getauscht. Die Anderen waren von dem Speck sehr beeindruckt. Es war aber ganz schön frisch und so haben wir uns bald auf die Weiterreise gemacht. Das nächste Wrack sah von vorne wie ein Totenkopf aus. Die meisten Wracks waren Frachtschiffe. Das Gebiet selber war kahl und sandig. Ab und zu sah man ein verlassenes Gebäude in der Ferne. Ein kalter Wind pfiff über die Dünen und die Steppe und so war es der perfekte Ort sich vorzustellen hier einen Area 51 Film vorzustellen. Kaum vorstellbar war aber, dass es hier früher viele Jobs gab und hier viele Menschen waren.

Kommentar verfassen