Ein wenig Magie irgendwo im Nirgendwo – Groot Marico


Groot Marico ist ein kleines Dorf an der N4 gelegen, zwischen Rustenburg und Mafikeng. Wiebke, ein langjährige Brief oder besser gesagt Mailfreundin, hat hier viel Zeit verbracht und uns von ihrer Begeisterung berichtet. Hier Ihr Gastbeitrag!

In Groot Marcio kann man auf dem Weg nach Botswana, aus dem Pilanesberg oder anderen Game Reserves in der Gegend eine Pause einlegen und sich entspannen.
Das Dorf ist klein, hat aber viel zu bieten. Am besten übernachtet man auf einer der Farmen auf der die Dorfbewohner leben und ein paar Zimmer zum vermieten haben. Man kann die Besitzer direkt kontaktieren oder sich an das Informationcenter im Dorf wenden. Die Leiterin Santa kennt die ganzen Schlafmöglichkeiten und findet für jeden Geschmack genau die richtige Unterkunft.

Die Farm Djembe
Eine Farm, die ich sehr empfehlen kann ist Djembe. Sie wird von 2 Südafrikanern Jolene und Thabo geleitet und liegt wie alle anderen Farmen etwas außerhalb vom Dorf. Hier gibt es ein paar sehr schöne Zimmer, Camping klappt in dem Garten auch. Die Gastgeberin Jolene bietet auch authentisches südafrikanisches Essen an. Es gibt aber auch eine Küche zum selber kochen. Beim Kaffee oder Essen auf der Veranda werden viele Geschichten über die Gegend erzählt oder geplant was im Dorf so unternommen werden kann.

Meine Empfehlung: eine Mampoer Tour

Mampoer ist ein Schnaps der in der Gegend hergestellt wird und neben der Verkostung werden ein paar lustige Geschichten erzählt. Ansonsten hat man es von Marico nicht weit zum Marico Eye, der Quelle des Marico Rivers, in der man wunderbar baden kann. Ansonsten kann man sehr schön wandern gehen oder einfach die Zeit auf der malerischen Farm genießen. An Kultur hat das Dorf auch einiges zu bieten. Wer eine poetische Ader hat, kann das Bosman Living Museum besuchen und wenn man Glück hat, tragen einige Dorfler bei einer Aufführung Gedichte von Herman Charles Bosman vor, der über die Gegend geschrieben hat. Die örtliche Marimba band oder Tanzgruppen, die aus Jugendlichen aus dem Dorf bestehen treten hier auch manchmal auf. Im Museum gibt es außerdem eine kleine Kunstaustellung von örtlichen Künstlern.

Das Bosman Festival
Einmal im Jahr im Oktober gibt es ein großes Festival zu Ehren von Bosman und es kommen Leute aus ganz Südafrika und sogar aus den Niederlanden. Es werden viele verschiedene Geschichten von Bosman vorgetragen, es gibt super Essen und viele verschiedene Workshops.
Abends wird gerne an der gemütlichen Braiistelle gegrillt und der Tag mit einem Glas Wein beendet. Der Gastgeber Thabo ist auch Trommellehrer und so werden manchmal abends die Trommeln ausgepackt, andere Musikinstrumente geholt und am es wird Feuer unter dem Sternenhimmel musiziert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es magisch ist.


Man sollte allerding keine Angst vor Tieren haben, denn davon gibt es reichlich auf der Farm.
Ich kann allen Reisenden, die auf der N4 unterwegs sind nur raten, in Groot Marico abzufahren und dort eine Pause einzulegen. Das Dorf mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, hat aber so viel zu bieten. Nehmen Sie sich etwas Zeit und ich verspreche es lohnt sich. Die Besitzer von Djembe sind zwei herzensgute Menschen, die sich immer über Besuch und Gesellschaft freuen und sehr viele Geschichten über die Gegend zu erzählen haben. Ich selbst habe mich in das Dorf und die Menschen dort verliebt und würde jederzeit wieder dort leben.

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