Eine besondere Überraschung- der Pilansberg Nationalpark

Der Pilansberg Nationalpark, ist der Park, der von Johannesburg aus 1. am leichtesten und 2. am schnellsten errreichbar ist. Ich war diesmal, das erste Mal im Park und muss sagen- ich bin total begeistert. Noch nie habe ich so viele Tiere, auch seltene Arten, entdeckt. Ich weiß, es liegt auch am Glück und der Reisezeit. Trotzdem war es gigantisch und verwöhnent.

Jetzt aber mal von Anfang an.

Der Park wurde nach einem Tswana Häuptling mit dem Name “Pilane” benannt. Der nördliche Teil des Parks gehörte ursprünglich dem Bakgatla- ba- Kgafela Stamm (auch bekannt als der Bakgatla Stamm). Der südliche Teil des Nationalparks dagegen war ursprünglich in mehrere Farmen aufgeteilt und die damaligen Farmer bauten den Mankwe Damm in den 1860s. Diese Farmen wurden Hundert Jahre später, in den 1960s von der südafrikanischen Apartheids Regierung aufgekauft. Der Bakubung Stamm, der aus der Region vom nahegelegenen Ventersdorp in das Gebiet des Parks zog siedelte sich hier an. Dieser Teil des Parks wurde dann dem Bophuthatswana zugeteilt (Zuteilung eines Teilgebiets einer bestimmten Ethnizität – “Bophuthastswana bedeutet „Die Ansammlung der Tswana Leute”).

Der südafrikanischen Regierung war klar, dass Veränderungen stattfinden müssen, sollte man dieses Gebiet als Nationalpark gestalten wollen. Häuptling Tsidmane Pilane von dem Stamm der Bakgatla, stimmte einer Einbeziehung eines hügeligen Teils seines Gebiets in das des neuen Nationalparks zu. Mit Zustimmung der jeweiligen Stammesauthoritäten wurden mehrere Familien in den folgenden Jahren in einer Stadt auf der östlichen Seite des Parks neu angesiedelt.

Die Geburt eines neuen Nationalparks

Diese Ereignisse führten zu der Geburt des Pilanesberg Nationalparks. Zur gleichen Zeit begann Sun International das Farmland südlich des Parks zu pachten und eines der größten Vergnügungsparks Südafrikas zu bauen, Sun City. Der Ausbau des Pilanesberg Nationalparks wird immer noch als eines der komplexesten und ehrgeizigsten Projekte seinesgleichen in der Welt gesehen. Quelle Pilansberg Nationalpark.

Der Park hat mehrere Gates, u.a. eins im Süden und eins im Norden, welche wir benutzt haben. Die Tiere werden sich selber überlassen, soll heißen, der Mensch füttert nicht und überlässt die Dinge der Natur. Das hat z.B. zur Folge, dass ein Elefanten Kadaver seit Wochen an der gleichen Stelle liegt und wir trotz üblen Geruchs eine braune Hyäne beim Mahl beobachten konnten. Aasfresser halt!

Wie auf der Karte zu ersehen ist, liegt neben dem Park das Black Rhino Reserve. Hier war unsere Lodge, dazu im nächsten Artikel mehr. Genau wie zu unserem Abenteuer in der Luft- der Hot Air Ballon Event. Vorab, we Love it!

Ingesamt ist der Park 550km² groß und liegt im Krater eines erloschen Vulkans. Das ist das was auch die Landschaft gestaltet. Zwischen weiten Ebenen und Gesteinsformationen ist es leicht die Tiere zu entdecken. Auch gibt es ausreichend Wasserlöcher (Dam’s). Der Mankwe Dam, in der Mitte des Parks, hatte es uns besonders angetan. Hier könnten wir einen cleveren Buschbock beobachten, der trinken wollte und das unter der Wasseroberfläche  lauernde Krokodil bemerkte und weiterzog. Gut für ihn, schade für das Kroko ( und auch ein bißchen für uns). Die Hippo Gruppe lag faul auf den Sandbänken am Ufer und die Elefantengruppe plantschte im Dam. Hört sich kitschig an? War es auch. Aber was soll ich Euch sagen, ein bißchen Kitsch schadet nicht. Schließlich durften wir alle nach einer Woche wieder in den Alltag zurück. Erlebnisse, wie diese, bleiben im Kopf und helfen sicher im Alltag über den einen oder anderen Stress hinweg. Mir jedenfalls.

Pilansberg bekommt 10 von 10 Punkten von mir und ist damit ein Must Go für alle die mich fragen.

 

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