Mountain Biken am Kap – Stellenbosch und Umland

Nach meinen ersten Gastbeitrag von letzter Woche, folgt hier Teil 2, unserer Mountainbike Tour in der Kapregion. Solltet ihr den ersten Teil verpasst haben, so könnt ihr hier alles über Organisation, Mountainbike und Hiken am Tafelberg nachlesen. Wer bin ich? Uli Karch, Münchener, Naturliebhaber und leidenschaftlicher Pfadfinder. Radler, Skitourengänger und nun zum zweiten Mal Autor. Viel Spaß beim Lesen.

Die zweite Tour führt uns nach Wellington auf die Trails der Welvanpas Wine Farm. Es gibt hier insgesamt 4 Routen zwischen 15 und 30 km und unterschiedlicher Schwierigkeit.

  • Trails used at rider onw risk
  • No permit, no ride
  • No helmet, no ride
  • No litterering
  • Workers farm: Be aware of farm traffic

sind hier die wichtigsten Regeln.

Gegenüber den Trails, die wir die nächsten Tage noch sehen werden, ist diese Route sehr grün. Sie führt  uns durch sehr abwechslungsreich, teilweise durch bewirtschaftete Weinlandschaften hindurch, aber auch durch lichte Wälder, an Orangenbäumen vorbei und durch  (im November) blühende Gras und Steppenlandschaft.

Die Trails sind in unterschiedlichen Farben markiert. Uns (und Jeremie) gelingt  es bis fast zum Schluss den weißen Zeichen zu folgen. Am Ende sind plötzlich keine Markierungen mehr zu sehen. Andere Biker sieht man hier unter der Woche auch kaum und  so sind wir froh, dass Jeremy  irgendwann die Dust-Road zur Farm erkennt und wir ihr schnell zu einer Einkehr bei den Farm-Gebäuden und einem kalten Getränk folgen können.

Am gleichen Tag fahren wir noch ein Stück zurück nach Stellenbosch und übernachten dort um früh auf dem Trail im nahegelegenen Nature Reserve Jonkershoek zu sein.

Jonkershoek bei Stellenbosch

Man kann von Stellenbosch direkt mit dem Fahrrad die etwa 7 km bis Jonkershoek fahren. Am Eingang zum Naturschutzgebiet,  muss man die obligatorische Permit kaufen und mischt sich unter das gegenüber Welvanpas deutlich zahlreicherer Volk.

Das Gebiet, in dem die Trails liegen ist auf der linken Seite begrenzt  von den felsigen, steil aufragenden  Jonkershoek Mountains und ich  fühle mich  durch dieses Setting „alpiner“ unterwegs als am Tag zuvor. Im Frühjahr des gleichen Jahres hat ein großer Waldbrand die Vegetation dramatisch verändert und auch viele  der Trails zerstört und unpassierbar gemacht.  Man kann  die verkohlten Abschnitte noch gut erkennen. Sally muss sich erst orientieren, was man fahren kann und was gerade noch im Wiederaufbau ist. Mittlerweile ist alles wieder befahrbar.

Die ausgewiesenen Trails in Jonkerhoek sind downhill single Trails und kürzer als die Routen die wir in Welvanpas gefahren sind – allerdings wird der Aufstieg hier auch nicht mitgezählt. Der längste Trail ist  die „Never Ending Story“,  die 5,8 km misst, nicht besonders schwer ist, aber richtig viel Spaß macht.

Hoch und runter und wieder hoch und runter im Park

In Jonkerhoek fährt man meist eine Dust-Road eine Weile hinrauf und dann den zugehörigen Single-Track-Trail wieder runter dann wieder rauf und wieder runter.

Stopp im Postcard Cafe

Auf dem Weg zurück nach Stellenbosch kann man wunderbar und malerisch schön im Postcard Cafe einkehren. Hier unten ist es wieder sehr grün. Im kleinen See der direkt neben dem Postcard Cafe liegt gibt es eine kleine Insel mit einem Art Teehaus, in dem man die Weine der Gegen verkosten kann. Für uns ein wahrlich krönender Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Tag Drei auf dem Mountain Bike

Wir fahren am gleichen Tag noch zu unsere nächsten Station dem Meerendal Hotel bei Durbanville. Nach einer Nacht im wunderschönen Boutique Hotel, das nur leider um diese Zeit wenig Gäste hat und deshalb um 19:00 kein offenes Restaurant zur Verfügung steht, sind heute die  Tygerberg MTB-Trail  an.

In einem Umkreis von ca 5 km gibt es hier drei Farmen, die auf ihrem Grund vom Tygerberg MTB Club Single Track Trails anlegen ließen:

Die Meerendal -,  Contermanskloof -, und  Hoegekraal MTB Trails. Hier haben die Routen   wieder schillernde Namen, wie „Stairways to Heaven“ (Meerendal) oder „Widow Maker“ (Heegekral) und die Längen der Routen sind zwischen 3,5 km (Meerendal Yellow) und 17 km (Meerendal blue) lang. Es  ist heiß, trocken und staubig. Da man immer wieder hoch auf den Hügel kommt (man kann das keinen Berg nennen) hat man immer wieder diesen fantastischen Blick auf den Table Mountain im Dunst. Wir fahren die eine oder anderer Route auf jeder der drei Farmen. Auf dem Weg von einer Farm zur anderen kehren wir auch mal ein und verbringen so einen abwechslungsreichen Tag, bei dem die downhill-Strecken im Vordergrund stehen.

Während wir an den anderen Tagen Klippschliefer (Dassis) am Table Mountain, wilde Paviane (Baboos) auf Welvenpas gesehen haben, sind es heute Antilopen, die uns aus der Ferne misstrauisch beäugen.

Leider sind damit die MTB-Tage auch schon wieder vorbei und so bringt uns Sally zurück nach Kapstadt, versorgt uns mit einigen Tipps wie wir den nächsten Tag dort mit gutem Essen am Besten verbringen können.

Bleibt zu erwähnen, dass ich Sally ein halbes Jahr später  nochmal angeheuert habe um die Hiking- und MTB-Tour im den Table Mountain nochmal mit meine 15-jährigen Sohn und seinen Freund zu machen, die dort 4 Wochen verbrachten um Englisch zu lernen. Anders als wir alte Knacker waren beiden Jungster richtig fit und  Sallys Guide war glaube ich ganz froh als der Tag zu Ende war.

 

 

 

 

 

 

 

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