Namibia – Reise für die Seele

Namibia – dieses Wort spukte schon seit Jahren in meinem Kopf herum. Afrika, deutsche Kolonialgeschichte, Abenteuer, Natur und Tiere und die Erzählungen von Kollegen, die schon einmal dort waren.

Mein Name ist Claudia Cassens, ich bin 53 Jahre alt, bereise Namibia seit drei Jahren regelmäßig und bin Abonnent der schönen Website „Wildes Afrika“. Meine liebe Kollegin Elke Walther fragte mich kürzlich, ob ich nicht ab und zu als Gastautorin über Namibia schreiben möchte, was ich hiermit gerne mache.

2014 war es dann endlich auch für mich soweit. Ich buchte kurzentschlossen eine Rundreise und saß ein paar Wochen später in der Maschine der Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek. Während der Tour durch den Süden Namibias mit all seinen phantastischen Landschaften habe ich mich in dieses Land verliebt. Ich konnte die vielen Eindrücke während der Reise kaum verarbeiten, alles war so anders als das, was ich bisher gesehen hatte. Vor allem die traumhaft schöne Natur, die Tiere, die unendliche Weite des Landes und die absolute Stille hatten es mir angetan.

Zurück in Deutschland musste ich mich zunächst wieder neu orientieren. Namibia hatte einen derart bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich mich nur schwer wieder einfinden konnte, so sehr fehlte mir alles was ich in den letzten beiden Wochen erlebt hatte.

Vor lauter Fernweh flog ich 6 Monate später wieder zurück ins südliche Afrika, machte noch einmal die gleiche Rundreise und beschloss zusammen mit unserem Tourguide, den ich bereits von der ersten Reise her kannte, selber Reisen nach Namibia zu organisieren um meine Begeisterung für dieses Land zu teilen.

In zwei Wochen geht es wieder los!

In 2 Wochen startet nun meine 3. selbstorganisierte Reise, mit lieben Freunden, Bekannten und Gästen die sich über meine Website www.namibia-reise-fuer-die-seele.eu eingefunden haben, d.h. ich fliege zum 5. Mal nach Namibia und möchte euch von Zeit zu Zeit gerne über die „Wildes-Afrika“ Seite Informationen über dieses herrliche Land geben.

Namibia hat derzeit ca. 2,3 Mio Einwohner auf einer Fläche von 824000 km² was bedeutet, dass Namibia eines der am wenigsten besiedelten Länder dieser Erde ist. Namibia ist seit dem 21.3.1990 unabhängig und eines der sichersten Reiseländer Afrikas.

Touristisch ist Namibia recht gut entwickelt aber nicht überlaufen und Selbstfahrer Touren können bedenkenlos gebucht werden unter Einhaltung gewisser Sicherheitsvorkehrungen. Persönlich empfehle ich zumindest für die erste Reise eine geführte Tour. Man ist nicht den Strapazen des Fahrens auf Schotterpisten bei sengender Hitze ausgesetzt und erfährt durch den Tourguide eine Menge über Land und Leute.

Auch ist es ratsam, die Reise durch das Land einzuteilen um möglichst viel in den einzelnen Regionen zu sehen und dabei noch zu relaxen. Kombireisen inkl. Caprivi, Vic Falls oder Kapstadt werden zwar angeboten aber ich finde es angenehmer, sich auf einen Teil des Landes zu konzentrieren und zu genießen, da die Entfernungen doch recht groß sind und die Rundreise schnell in Stress ausarten kann.

Klassiker- einmal von der Mitte, einmal vom Süden

Klassisch ist die Rundreise ab Windhoek durch die Mitte und den Süden des Landes, entweder beginnend mit einer Fahrt nach Etosha, ins Damaraland, über Swakopmund nach Sossusvlei, Lüderitz, den Fishrivercanyon, die Kalahari und wieder nach Windhoek oder umgekehrt.

Ich habe beide Tourvarianten gemacht und finde die Rundreise südwärts beginnend über die Kalahari besser mit Etosha als Highlight.

Von der Jahreszeit her werden die afrikanischen Wintermonate (Juni-Sept.) bevorzugt aber der Hochsommer (Feb-April) hat ebenfalls seinen Reiz besonders wenn eine der wenigen Regenschauern fällt und die Natur innerhalb von Stunden aufblüht. Dies ist besonders in der Kalahari unglaublich eindrucksvoll.

Eine weitere Rundreiseoption, die gerne als „follow up“ der klassischen Tour angeboten wird, ist die Reise von Windhoek aus in den Norden, in das Caprivi Gebiet, kombiniert mit Botswana und den Victoria Falls in Simbabwe. Hier stellt sich eine komplett andere Landschaft dar, es begegnen dem Reisenden große Tierherden besonders im Chobe Nationalpark und die „gamedrives“ finden hauptsächlich per Boot statt, was eine ganz andere Perspektive auf das Land gibt.

Als Reisezeit in den wasserreichen Teil des Landes bietet sich hier der afrikanische Winter (Trockenzeit von Juni-September) an, auch aufgrund der erhöhten Malaria Gefahr.

Ich habe für nächstes Jahr u.a. eine weitere Tour mit Gästen geplant, die von Windhoek zunächst nach Sossusvei/Deadvlei geht, dann über Swakopmund, Cape Cross entlang der Skeletoncoast, von dort über die Palmwag Konzession in Richtung Nordwesten ins Kaokoveld und dann über die Etosha West-Ost Route und über das Waterberg Massiv zurück nach Windhoek. Auch hierfür sind 15-16 Tage eingeplant um in Ruhe alles anschauen und genießen zu können.

In meinem nächsten Bericht stelle ich euch die einzelnen Regionen Namibias und deren Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte vor. Wer als Südafrika Reisender einmal Lust hat, einen Abstecher in das wundervolle und stille Nachbarland zu machen, kann sich gerne bei mir melden.  Von Kapstadt und Johannesburg aus gibt es gute Flugverbindungen mit Air Namibia, man kann aber auch durchaus von Kapstadt den Süden Namibias mit dem Auto befahren, wenn man genügend Zeit einplant.

 

Ich hoffe, ihr seid ein wenig neugierig geworden, bis bald und totsiens

Claudia

 

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