Hippos statt WLAN – Meine Kanutour auf dem Sambesi

Diese Sommerferien haben wir mal wieder eine Safari im afrikanischen  Busch gemacht. Genauer gesagt ging es nach Simbabwe auf den Sambesi zu einer Kanutour mit Hippos und Elefanten aus nächster Nähe.

Kaum angekommen in Simbabwe ging es los. Ich war zusammen mit unserem Guide Bono in einem Kanu. Nach einer halben Stunde paddeln, entdeckten wir einen Elefanten am Flussufer. An diesen ist Bono sehr nah heran gepaddelt. Der Elefant dreht sich zu uns um und gab ein paar grollende Geräusche von sich. Er schüttelte seinen Kopf bevor er sich wegdrehte und davon ging, da waren wir ca. 5 Meter entfernt. Ich dachte, hoffentlich hat jemand ein cooles Bild von mir gemacht. Und hier ist es!

Baden im Sambesi

Wir paddelten jeden Tag weiter den Sambesi flussabwärts. Dabei führten wir den Kanu Trip an – ich an der Spitze. In der Nächten schliefen wir im Zelt auf Sandbänken. Als wir die erste Sandbank erreichten, lief eine Elefantenherde an uns vorbei, in der Nacht die Hippos. In den nächsten Tage ging es so weiter.
Ein Highlight war das schwimmen im Sambesi. Bono ließ uns an einer Sandbank halten, die so flach war, das keine Krokodile in der Nähe waren. Meine Mutter war nicht so begeistert….
ich war trotzdem happy und zum Schluss ist meine Mutter auch mal rein gegangen.
Im Anschluss ging es weiter. Am nächsten Tag fuhren wir durch einen engen Seitenarm des Flusses. Als ich in das trübe Wasser sah, lag direkt unter mir ein ungefähr 3 m langes Krokodil auf dem Grund. In diesem Moment dachte ich mir, gut dass ich meine Hand nicht ins Wasser gehalten habe. Bono hatte uns von Anfang an gesagt, dass wäre ein NoGo.

Hippos so weit das Auge reicht

Auch ein spannender Moment war die Begegnung mit Mad Max dem verrückten Hippo. Da Bono uns vorher nicht warnte, war ich diesmal nicht darauf vorbereitet Mad Max zu treffen. Mad Max, der in meinen Augen riesig war, schwamm direkt auf unser Kanu zu. Bono rief zu mir: Speed up Fab! Ich gab Gas wie wild! Nachdem die Verfolgungsjagd hinter uns lagt, erzählte uns Bono einige Geschichten über Mad Max und wie oft er die Kanufahrer auf dem Sambesi jagt.
Als wir die Mana Pools, einen großen Nationalpark erreichten, ging es zu meiner ersten Walking Safari. Am Anfang war es für mich nicht so spannend, ich hatte auf Predator, die wilden fleischfressenden Tiere gehofft. Leider haben wir keine entdeckt.
Zum Schluss gab es noch zwei Highlight. Wir trafen einen Elefantenbullen der ein Schlammbad nahm. Bono führte uns nahe an den Elefanten heran und wir setzten uns mit ihm auf den Boden. So beobachteten wir den Elefanten, ganz still, eine Weile. Als er sein Bad beendet hatte, musste er uns nochmal zeigen, wer der Chef ist. Dafür kam er auf die andere Seite des Wasserloches um sich uns bis auf wenige Meter zu nähern. Laut trompetend schoss er auf uns zu um dann – kurz vor uns – abzudrehen. Bono wiederholte ständig, wir sollten sitzen bleiben und uns nicht rühren. Ich dachte in diesem Moment nur, wie können wir hier nur sitzen bleiben? Aber ich vertraute Bono.
Das Zweite war am Campingplatz. Dieser ist ohne Zäune. Grade als wir unsere Zelte Aufbauten und ich im Zelt die Matratze auslegte, kam ein Elefant vorbei. Ich konnte ein cooles Video für meine Freunde aufnehmen.

Mein Fazit:

Trotz kein Wlan Netz und ein wenig dünner Matratzen war ich sehr froh, dass meine Mutter uns zu dieser Safari überredet hat!

Kurzinterview an Fabian und Florian, hier findet Ihr das Erste.

Was hat Dir am meisten gefehlt in den 10 Tagen?
Fabian: Strom, da ich viele Bücher auf meinem Iphone gelesen habe und dieses dann leer war.
Florian: Zivilisation
Welches Tier fandest Du am besten?
Fabian: Die Elefanten. Sie sind imposant und cool.
Florian: Krokodile. Die sind so gewaltig.
Wie ging es Dir im Kanu mit den Hippos und Kroks?
Fabi: Fand ich nicht so schlimm, hatte ich kein Problem mit.
Flori: Hatte ich kein Problem mit. Habe ich mir auch vorher nicht so viele Gedanken gemacht.
Wie fandest Du unsere beiden Begleiter?
Fabi: Sehr nett und Doubt war ein guter Koch. Ich habe gemerkt, dass Bono sehr erfahren ist. Wir haben uns alle wohl gefühlt. Bono hat sich sehr um mich und Flori gekümmert.
Flori: Immer für ein Gespräch offen. Hilfsbereit und nett.
Mit wem hast Du das Zelt geteilt?
Fabi: In der ersten Nacht mit meinem Vater, danach mit Florian.
Flori: Logischerweise mit meiner Mutter die erste Nacht, dann mit Fabian.
Gab es einen Moment, in dem Du Dich nicht wohl gefühlt hast?
Fabi: Ja, als Mad Max als uns zukam.
Flori: nein! Aber beim Elefanten hatte ich Adrenalin pur in mir.
Wenn Du ein Wort benutzen könntest um den Urlaub zu beschreiben, welches ist Dein Wort?
Fabi: Spannung
Flori: Abenteuer

2 Kommentare

  1. Hach – super Bericht von den Beiden! Bin froh, dass es den beiden trotz fehlendem Strom und fehlender Zivilisation so gut gefallen hat. Ja, ja der Busch ist kein Zoo, wo das Löwengehege gleich um die Ecke liegt 😉 Aber einige Meter auf dem Boden vor einem wilden Elefanten zu sitzen (ohne Zaun, ohne Safari-Auto) das gibt’s im Zoo und bei den meisten anderen Safaris auch nicht – nur in Mana Pools 😀
    Es freut Bono und mich, dass es Euch so gut gefallen hat. Bono fand die beiden Jungs auch besonders cool.
    Viele Grüße von uns
    Bono und Maike

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