Schlange ist nicht gleich Schlange

Schlangen gibt es viele im südlichen Afrika! Immer mal wieder kommt das Thema „Schlangen“ in Gesprächen über Reisen im südlichen Afrika auf.

Ich habe dazu mal einen Post gelesen, der mir sehr gefiel. Frage der Dame:“ gibt es in Afrika viele Schlangen und muss ich mich in Acht nehmen?“ Antwort: „ja gibt es viel… Die Schlange an der Bahn auf Tafelberg, vor dem Geldautomat zum Wochenende, im Krügerpark….“


Quelle: Spott-online, Walfishbay-Blog, Manfred Surfer.com

Nein, Spaß beiseite. Im südlichen Afrika gibt es verschiedene Arten. Die meisten sind ungiftig und harmlos, einige wenige Arten sind giftig. Als Laie ist das natürlich schwer zu erkennen, außer man trifft auf eine Kobra oder Puffotter. Davon hat fast jeder Mal ein Bild gesehen, spätestens jetzt! Allerdings muss ich sagen, wir haben in 15 Jahren erst ein paar Mal eine Schlange gesehen und dazu gehörten die beiden Arten nicht.

Für uns Touristen ist es gut bei Wanderungen lange Hosen und oder knöchelhohe Schuhe zu tragen. Die Einheimischen tragen FlippFlopp’s auch in den Bergen, trotzdem würde ich das Risiko nicht eingehen wollen. Vorausschauend auf den Weg gucken, fest auftreten und Kinder ermahnen nicht in Löcher zu greifen. Schlangen sind nachtaktiv und scheu. Bei Durchqueren von Wiesen und Felder trotzdem Augen auf! Da ich auch kein Schlangenexperte bin, möchte ich Euch gerne ein Buch empfehlen und aus dem Südafrika.net zwei Arten aufgreifen (Quelle der Bilder und Schlangeninformation Südafrika.net).


Trotzdem möchte ich nochmal klar machen: die Chance eine Giftschlange zu sehen ist gering und gebissen zu werden noch geringer. Sollte es dochmal zu einer Begegnung mit einer Schlange kommen: langsam und ruhig zurückziehen und der Schlange einen Fluchtweg frei halten!

Die Kap-Kobra rechts zählt zu den gefährlicheren Arten. Die Schlange ist in ganz Südafrika anzutreffen und gehört zur Familie der Gittnattern (Elapidae). Sie wird bis zu 2 Meter lang. Man erkennt die Schlange an ihrem abgeplatteten Hals. Wird sie gestört, so richtet sie ihren Oberkörper auf und nimmt eine Drohhaltung ein. Ein Biss der Kapkobra verursacht Muskellähmung sowie Atemstillstand und schließlich Herzversagen.


In ganz Südafrika anzutreffen ist die Puffotter (Bitis arietans). Die Puffotter ist relativ leicht zu identifizieren. Sie ist kurz und hat einen gedrungenen, kräftigen Körper mit einem breiten, deutlich vom Hals abgesetzten Kopf. Über den gesamten Körper ziehen sich v-förmige bräunliche Querbinden mit hellen Konturen.

Die Giftzähne der Puffotter sind recht lang, das gelbliche Gift ist gewebezerstörend und hämotoxisch und führt zu starken Blutungen im Gewebe. Die Schlange ist nicht angriffslustig, beißt aber, wenn man ihr zu nahe kommt oder auf sie tritt. Im Gegensatz zu anderen Schlangenarten, die schon bei geringsten Bodenerschütterungen die Flucht ergreifen, weichen Puffottern meist nicht aus, wenn sich auf sie zu bewegt, weshalb sie für die meisten Schlangenbisse in Afrika verantwortlich sind.

Sollte es dochmal dazu kommen…Welche Maßnahmen sind sinnvoll?

In jedem Fall müsst Ihr nach einem Schlangenbiss sofort einen Arzt aufsuchen. Nur dem Fachmann ist es möglich, die spezifischen Vergiftungssymptome zu erkennen und die richtige Behandlung einzuleiten.

Quelle NetDoctor

Zum Abschluss möchte ich noch anmerken. Es verschwinden immer mehr Schlangen auf allen Erdteilen, auch dort wo sie häufig anzutreffen waren. Und das gerade jetzt, wo wir anfangen die Bedeutung für unsere Erde zu verstehen. Schlangen können sich nicht schnell genug unseren Städtebau, der Umweltverschmutzung und der intensiven Landwirtschaft anpassen. Überall in der Welt stehen Schlangenarten oder auch die Vermarktung von Schlangenprodukte unter Regularien. Der Schutz und die Erhaltung bedrohter Arten weitet sich auch auf den Schutz der Schlangen aus.

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