Großeltern auf der Garden Route

Meine Eltern sind junggebliebene Großeltern, die trotz ihrer guten Gesundheit sich nicht zu den Weltenbummlern zählen. Ihre Reiseziele liegen eher im Bereich Holland, Belgien, Südtirol und Deutschland. Dreimal zog es sie auch nach Amerika, die letzten Jahre nicht mehr, da meine Mutter nicht mehr fliegen wollte. Für uns, als leidenschaftliche südliches Afrika Reisende, eine Herausforderung sie für Südafrika zu begeistern. Südafrika, ein Land welches meine Eltern nur aus dem Fernsehen kannten, ohne selber konkrete Vorstellungen davon zu haben.

Top, die Wette gilt!

Weihnachten 2013 feierten wir zusammen in München. Fatalerweise ließ sich meine Mutter während eines Spieles darauf ein, sollte sie verlieren fliegt sie mit nach Südafrika. Was soll ich sagen… 2014 starten wir gemeinsam los. Vier Wochen waren geplant. Davon zwei gemeinsame im Western Cape, meine Eltern blieben dann noch vor Ort, wir zogen weiter an die Kosi Bay. Spontane Gedanken meiner Mutter zum ersten Mal in SA waren: Ich in meinem Alter nun doch noch in Südafrika, wenn ich Whale watching im Fernsehen gesehen habe, dachte ich was ist hier so toll? Bis ich es selber erlebt habe. Ich war total begeistert. Besonders das Picknick in De Hoop, die Wale springen zu sehen war fantastisch. Meinem Vater ist besonders die Hilfsbereitschaft und der freundliche Umgang miteinander aufgefallen. Außerdem die riesigen Steaks in unglaublicher Qualität für kleinen Preis. Davon hat er sogar seinen Freunden ein Bild geschickt.

Nun geht es alleine los..

2015 sind meine Eltern dann alleine losgezogen. Für ein besseres Gefühl haben wir die Route vorher geplant und die Hotels vorgebucht. Der Plan war Tiere zu sehen.

Los ging es von Botrivier, unserem Ausgangspunkt vieler unserer Reisen. Die Route ging über Oudtshoorn, Prince Albert, Mossel Bay, Knysna zum Addo Elefant Park und zurück. Insgesamt haben die Beiden sich 11 Tage Zeit genommen um in Ruhe, ohne Stress, reisen zu können. Was ihnen gar nicht gefallen hat war Prince Albert. Für einen Tagesbesuch hätte es gereicht, eine Übernachtung war zu viel vor Ort. Den Pass haben sie sich geschenkt, da sich die Strecke mit ihrem Leihwagen nicht getraut haben zu fahren. Landschaftlich waren sie von der Karoo begeistert. Die Berge, abgewechselt mit Steppe und den grünen Oasen haben sie nicht erwartet. Im Tsitsikamma NP entdeckten sie ihre ersten Dussies, machten eine Wanderung zur Hängebrücke, waren angetan von der Fauna und dem Wellengang des Meeres. Bei der berühmten Bungeebrücke war meine Mutter über den Mut der jungen Leute aus aller Welt begeistert. Auf meine Frage und was war mit Dir? Och sag mal, ich mit meiner Höhenangst…

Birds of Eden war meiner Mutter eine Erwähnung wert, mein Vater hat sich eher für die Technik und die Größe der Vogelvoliere interessiert. Ob das wohl geschlechtsspezifisch ist?!?

Welche Massen an Elefanten und so nah

Das absolute Highlight war der Besuch im Addo Nationalpark. Am ersten Tag reisten meine Eltern organisiert in den Park mit einem Ranger der Lodge. An den darauffolgenden Tagen fuhren sie alleine. Die Masse der Elefanten und die Nähe konnten sie kaum fassen. So viele Elefanten, in welcher Ruhe, an einem vorbeigehend war unfassbar. Aus allen Richtungen strömten sie zum Wasserloch. Riesige Kudus, Zebraherden, Antilopenherden wurden ebenfalls erspäht. Meine Eltern sind der Meinung, der Park ist sehenswert und unbedingt zu besuchen. Sie haben sich beide sicher gefühlt trotz der Nähe der Tiere. Nicht zu vergessen, es war das erste Mal.

Quelle travelafrica.ch

Besondere Highlights ihrer Übernachtungen waren:

Addo Elefant Park Chrislin Afrikan Lodge -> sauber, freundlich, liegt etwas abseits, Pool, Ranger Fahrt zum Addo möglich. Restaurant mit gutem Essen z.B. Steak vom Grill, Unterkünfte im afrikanischen Stil. Badezimmer nur mit Perlenvorhang getrennt zum Vergnügen meines Vaters!

Oudtshoorn Riverside -> familiär, gutes Frühstück, sauber und freundlich, Pool für den „dicken Zeh“, Empfehlung für Lokale im Ort, Besuch einer Straußenfarm, Begrüßungsdrink mit allen Gästen zum Kennenlernen, typisches „Afrika/Englisches“ Feeling mit besonders vielen Kissen auf dem Bett.

Mossel Bay B&B Aqua Marine -> oberhalb des Ortes mit Meerblick, fantastische Aussicht, Frühstück auf der Terrasse, sauber und freundlich, Gastgeber positiv zurückhaltend, Tipps für Meerlokal mit Fisch 😀

Fazit meine Eltern

Sie haben sich jederzeit sicher gefühlt, die Straßen waren gut im Schuss, sie sind auf der Küstenstraße gefahren wo möglich, keine Probleme mit den Auto, hilfsbereite Menschen, mit Englisch kein Problem sich zu verständigen, Tiere in freier Wildnis im Park absolutes Highlight.

Immer wieder gerne!

NA!!! Wer hätte das vor 2014 gedacht? Ich sicher nicht. 2016 steht der Krüger Park an!

Hier noch der neuste Beitrag des Kapstadt Magazin zum Thema Highlight der Garden Route 

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