Der Spinnenkuss

Es war schon dunkel, als wir unser Camp mitten in der Wildnis erreichten. Der Weg war mit Kerzen gesäumt und das Lagerfeuer brannte. Rudimentäre Einrichtungen, nur getrennt von den wilden Tieren durch einen zierlichen Zaun. Das sollte für die nächsten Tage unser Basiscamp auf der Walking Safari Olifant Trail sein? Die Mädels schauten mich fragend an, war das mein Ernst? Ja war es ! Auf dem Programm standen tägliche Wanderungen mit Aaron und Ypsen unseren bewaffneten Guides. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass die Zwei sich so manches Mal über uns amüsiert haben. Verstanden haben wir sie nicht, sie unterhielten sich in ihrer Stammessprache, aber ihre Gesichter sprachen Bände. 

Noch bevor die Sonne aufging wurden wir geweckt. Draußen war warmes Wasser, für eine Katzenwäsche, in Schüsseln gefüllt worden. Einer Tasse Kaffee und ein paar trockenen Keksen später und ging es los. Babette, nicht sonderlich spinnenaffin, ging hinter Aaron. Gewohnt, sich um die Spinnennetze herum zu bewegen, wich er geschickt dem vor sich befindlichen Netz aus. Nicht so Babette. Sie lief gradewegs in das sehr reißfeste Netz und in die „Arme“ der darin befindlichen Spinne. Dass das nicht zu einem Begeisterungsschrei führte ist wohl klar?!?.

Aaron dreht sich geschmeidig herum um fragte sie:“ Did you kiss a spider?“ mit einem dicken Grinsen im Gesicht. „ And? Where ist your prince?“ Prinzen sahen wir die ganze Reise über nicht, allerdings muss ich zugeben, dass keine von uns nochmal den Spinnenkuss testete.

Info zum Olifant Trail findest Du hier.

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