Berg und Tal – Cederberg Nationalpark

Eine Wanderung im Cederberg Nationalpark

Als Münchner lieben wir die Berge und das Wandern, Klettern und Erkunden. Zugspitze, Rabenkopf, Herzogstand. Kein Gipfel ist vor uns sicher. Da ist es kaum verwunderlich, dass wir auch schon die ein oder andere Wanderung im südlichen Afrika gemacht haben. Tafelberg, Lionshead, Drakensberge, Cerderberge, Hottentot Mountains. Das sind Namen, die natürlich auch uns sofort fasziniert haben. Also Schuhe, Rucksack, Seil und Proviant geschnürt und los gings. Nicht zu vergessen die Sonnencreme in diesen Breitengraden. Wir haben über die Jahre die ein oder anderen Route, ob als Tagesroute oder über mehrere Tage, ausprobiert. Grund genug eine kleine Berg und Tal Reihe zu starten. Beginnen wollen wir mit den Cederbergen. Das war auch meine erste Tour damals 2003.

Cederberg Nationalpark

Die Cederberge, 2 Stunden nördlich von Kapstadt

Der wilde, von Wind und Sonne zerklüfteten Cederberg Nationalpark liegt nördlich von Kapstadt und ist ein traumhaftes Wander-Paradis. Mein erstes Mal in den Cederbergen liegt also schon einige Jahre zurück. Mit meinem damals 2 jährigen Sohn Florian startete ich eine zweitätige Wanderung zum Maltese Cross und zu dem Wolfsberg Arch. Ausgangspunkt war die Nuwerust Farm.  Das Nuwerust Rest Camp liegt in einem Flusstal, umgeben von den südlichen Cederberg Bergen. Die Obst-Farm ist seit 1876 im Besitz der Familie Esterhuizen. Und Obst, vor allem Orangen waren der auffälligste Kontrastpunkt.

 

Heimat der  Orangen und des Roiboos Tees

Orangenernte

In der karstigen Berglandschaft sind die grünen Obstbäume mit den vitaminreichen Früchten ein wahrer Farbkontrast. Damals war es gerade Erntezeit und die Landarbeiter pflückten die reifen, saftigen Früchte von den Bäumen. Natürlich bekamen Florian und ich eine Handvoll als Begrüßungsgeschenk. In der Gegend wird übrigens auch der weltberühmte Rooibos angebaut. Und zwar ausschließlich hier.

Wir wohnten in einem Farmhauszimnmer inmitten von Birn- und Orangenbäumen am Fuße des Rooiberges. Ausser uns war damals kein einziger Gast auf der Farm und mit Einbruch der Nacht waren wir ganz auf uns gestellt. Am nächsten Morgen ging es früh nach einem ausgiebigen Frühstück in einer kurzen Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Unbedingt auf die Jahreszeit achten

Wir waren im Januar unterwegs und im Hochsommer ist es sehr heiß, deshalb war ein früher Start wichtig. Ausserdem war ein grosser Wasservorrat angesagt. Startpunkt war die Dwarsrivier Farm, bei der wir eine Genehmigung holten. Es ist ein moderater Aufstieg zum Malteserkreuz mit herrlichem Blick auf die Cederberge. Trotzdem machte mir und vor allem Florian die Hitze zu schaffen. Unbarmherzig brannte die Sonne herunter und das mitgebrachte Wasser war schnell ausgetrunken. Nach ca. 3 Stunden waren wir oben am Malteser Kreuz.

 

Das steinerne Kreuz ist ein Wahrzeichen in den Cederbergen und ich wunderte mich wie es entstanden ist. Später erfuhr ich, dass Sonne, Wind und Wetter den Boden rund um das Kreuz erodiert hat und nur das festere Gestein des Kreuzes übrig blieb. Was für ein Kunstwerk der Natur. Von hier oben konnte man in der Ferne auch den Wolflsberg Arch erkennen.

Auch dafür holten wir uns bei der Dwarsrivier Farm die Genehmigung. Der Aufstieg war ungleich steiler. Wir mussten zuerst durch die Wolfsberg Cracks kommen. Das sind schmale und breitere Spalten, die sich bis zum Fuss der Arch ziehen. Nach ungefähr einer Stunde durch die Spalten kamen wir auf dem Plateau an.

Von hier ging es relativ einfach weiter. Von hier aus ging es weiter über die Bergkette bis zum 15m hohen Wolfsbergbogen. Zur Abendsonne erreichten wir die beeindruckende Felsformation. Wir brauchten allerdings noch eine Weile bis wir am Fuße dieser beeindruckenden Felsformation stehen Wir waren einen ganzen Tag unterwegs und müde krochen wir am Abend wieder in unser Zelt.Wie eine riesige Brücke steht diese da inmitten des kargen Plateaus.

Der Rückweg war zwar leichter, aber den Kraftaufwand, den wir für den Hinweg gebraucht hatten, machte mir zu schaffen. Gott sei Dank geht im südafrikanischen Sommer die Sonne nicht so früh unter. So erreichten Florian und ich bei Einbruch der Dunkelheit die Dwarsrivier Farm und machten uns auf den Heimweg. Unschwer zu erraten, wer noch Kraft und Energie hatte als er aus dem Kraxenrucksack stieg.

Hier noch ein toller Video von Vloger Adam Spires, den ich auf youtube gefunden habe.

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