Übernachten am Sitz der Götter und Geister

Ohne Allrad geht hier nichts! Wer, wie wir, an den Platz der Götter und Geister will, an die Wiege der Menschheit braucht ein gutes Auto. Und liebe Freunde die Dir den Tipp geben dort hinzufahren. Das Weltkulturerbe Tsodilo Hills liegt in der Kalahari im Nord Westen Botswana. Hier wird Botswana unendlich. 4000 Felsenzeichnungen und rätselhafte in Entdeckungen haben die Tsodilo Hills berühmt gemacht. Ich muss zugeben, mir waren dieser mystischen Inselberge völlig unbekannt bis wir Ilse und Erwin trafen. Diese berichteten uns von diesem besonderen Ort. Für die Buschleute sind die Tsodilo Hills der Sitz der Götter und ein heiliger Platz. Daher darf hier auch immer noch nicht gejagt werden. Niemand will sich hier den Zorn der Götter zuziehen. Auch ich nicht! Wir schärfen das unseren Kindern ein. Nicht dass sie Jäger sind, aber mal checken wer hier schneller ist könnte, die Betonung liegt auf könnte, zu einem Unglück führen. Unglück gleich Zorn der Gotter, ach ich will den Gedanken gar nicht weiter spinnen. Ich habe die Geschichte gehört, dass einmal zur Strafe  einer erfolgreichen Jagd alle elektrischen Dinge verrück spielten. Dann hätten wir nicht nur den Zorn der Götter sondern auch der der Kinder. Naja lassen wir das gut sein. 

Nach der Ankunft ist es am sinnvollsten erst im Besucherzentrum vorbei zu schauen. An unserem Anreisetag hatte es gefühlte 45°Grad.  Die Temperatur im Besucherzentrum und im kleinen Museum glich der eines Kühlschranks. Freudig wurden wir begrüßt und auf eine der Wanderungen eingeladen. 350 der 4000 Felsenmalereien sind für Besucher zugänglich in Begleitung eines Einheimischen.


Wir entschieden uns für den beliebtesten Rundweg, den Rhino Trail. Er dauert ca. 2 Stunden, bei denen wir auch gelegentlich etwas klettern mussten, was auch für unsere Kinder kein Problem war. Auf diesen Trail entdeckten wir rätselhafte Fußabdrücke, und wandert hinein ins Tal der „tanzenden Penisse“. Immer wieder sind neue Zeichnungen zu entdecken, direkt am Wegesrand, in Höhlen oder hoch in den Felsen. Neben den Wildtieren und Haustieren, Jagdszenen, Menschen und geometrischen Formen findet sich auf diesen Trail auch die berühmte Zeichnung des weißen Nashorns mit seinem Kalb.


„Man“ heißt der größte der Gipfel mit 410 Meter, „Female“ der 300 Meter hohe Gipfel. Das „Child“ und eine weitere “ Female“ findet sich etwas abseits gelegen. Das Allerheiligste der Gipfel des Berges „Man“ darf bei Interesse auch bestiegen werden. Wir haben uns dass aufgrund der Hitze verkniffen.

Am Abend war der Campingplatz im Eingangsbereich für unseren Geschmack etwas zu voll. Daher entschieden wir,  mit Jeeps und Dachzelten, uns an einen einsamen Platz in der Nähe einer Höhle zurück zu ziehen. Doch als die Dunkelheit über uns hereinbrach, das Lagerfeuer brannte und die Nachtgeräusche einsetzten war es deutlich zu spüren. Tsodilo Hills, der Sitz von Göttern und Geistern. Ich bin nicht abergläubisch, aber in der Nähe einer Höhle zu nächtigen, in der vor Jahrtausenden die Buschmänner gelebt haben und die als Wiege der Menschheit bezeichnet wird, hat mich wirklich beeindruckt und ab und zu lief mir auch mal ein kleiner Schauer über den Rücken.


Hinweise zu dem Weltkulturerbe Tsodilo Hills findet Ihr hier.

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