Ein Besuch in der Geburtsstube der Wale

Jedes Jahr ungefähr Mai tauchen die Buckelwale „Humpbacks“ in der Walkers Bay Hermanus auf.  Einen Monat später kommen dann auch die ersten „Southern Rights“, die Glattwale, in die geschützte Bucht. Die Walker Bay liegt zwischen de Kellers und Hermanus an der südlichsten Spitze Afrikas. Was ursprünglich als Anglerparadies und malerischer Ferienort gedacht war ist heute auch noch ein gigantisches Wal-Schutzgebiet. Die Walkühe bekommen ihre Kälber und bleiben in der Bucht bis diese stark und erwachsen genug sind, um weiterzuziehen. Daher findet jedes Jahr im September, in Hermanus, das Wal- Festival statt.


Wer nun denkt, wie ich am Anfang, die Wale sind nur mit Fernglas oder vom Boot aus zu beobachten, der täuscht. Ein Spaziergang, auf dem sogenannte Cliff Path korrigiert die Einschätzung.  Diesen haben  wir schon mehrfach unternommen. Er führt vom Hafen bis zum Grotto Beach über 12 km an der Küste entlang. Immer wieder laden Bänke und Felsen zum Beobachten der Wale ein. Der gut begehbare Pfad führt durch eine Nature Area, vorbei an Felsen, Stränden und wunderschön gelegenen Häusern mit direktem Meerblick.  Ich hatte ein paar Mal das Gefühl den Walen so nahe zu sein, dass ich nur den Arm ausstrecken brauche um sie zu berühhren. Der hier wachsende Küstenfynbos ist streng geschützt, man sieht seltene Pfanzen wie die Cliff Lily und die seltene Green orchid. Ansonsten gibt es noch, die in der Sonne liegenden bunten Eidechsen oder die putzigen Rockdassies.


Wem es zu  mühevoll ist, selber die Augen offen zu halten, kann den Wal- Service in Anspruch nehmen. Der „Whale-Crier“ ist unterwegs! Mit Hilfe seines Seetang Horns weist er auf die Anwesenheit der Wale hin. Alternativ- Hurra! willlkommen in der Neuzeit, kann man ihn über sein Handy, die offizielle Wal Hotline anrufen 😉 (+27-283121475). Ich allerdings finde, ein Walk mit einem Zwischenstopp an den weiten Sandstränden lädt zum Sonnen und Verweilen ein und bietet den besten Ausblick.


Quelle des Fotos WhaleCoastInfo

Wer noch immer nicht genug hat von den Walen oder diese noch näher sehen möchte, hat die Möglichkeit einer Kajak Tour oder eines Bootsausfluges. Anbieter der Bootsausflüge gibt es viele. Wir haben uns für die Tour entschieden, die zeitnah los ging. Nach einer kurzen „Safety“ Einweisung ging es an Bord. Eines ist mir im Nachhinein klar geworden. Seetüchtig im Umgang mit Wellen sollte man schon sein! Dann auf jeden Fall Sonnencreme und Hut mitnehmen. Es gab auf dem Schiff etwas zu trinken, ein eigener Vorrat schadet aber nicht. Wir waren sehr nah an den Walen, die immer wieder unter oder um das Boot schwammen. Es war ein echtes Highlight die Tiere so nah zu sehen! Die Spielerei der Wale sorgte dafür, dass immer alle Leute auf eine Seite des Bootes liefen. Hier kann ich nicht von Highlight reden….das Boot ist natürlich nicht gekippt, aber ich hatte das eine oder andere Mal ein mulmiges Gefühl. Vermissen möchte ich das Erlebnis nicht, den Walen Auge in Auge gegenüber zu sein. Die Kajak Tour haben wir selber noch nicht gemacht. Info’s dazu gibt es hier.

Zu guter Letzt, bevor Ihr dann in unser Lieblingslokal Burgundy eingekehrt, solltet Ihr noch kurz dem Walmuseum einen Besuch abstatten. Es ist nicht zu übersehen, vor dem Walmuseum liegt eine lebensgroße Skulptur des Säugetieres. Danach steht nichts mehr zwischen den leckeren Wraps, Salaten, dem Wein und Euch. Dann guten Appetit!


Quelle Foto http://giraffelenny.ch

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