Ich bin dann mal in Ghana…..

Akwaaba in Ghana- Mein Name ist Sabine Valentin.

Der Afrika Virus erwischte mich schon vor über zwanzig Jahren. Ich bin im südlichen Afrika, Ostafrika, wie auch in Nordafrika gereist. 2011 war ich zum ersten Mal in Westafrika, genauer gesagt in Ghana um dort als freiwillige Helferin in einer Ambulanz zu arbeiten und über HIV aufzuklären. Im Moment bin ich zum dritten Mal hier und es wird mit Sicherheit nicht der letzte Besuch gewesen sein. Mittlerweile habe ich einen Förderverein für die Midnight Sun School Langbinsi e.V. in Langbinsi im Norden Ghanas gegründet. Hier findet Ihr Informationen über uns. Gerne könnt Ihr an dieser Schule als freiwillige Helfer unterrichten oder beim Bau weiterer Klassenzimmer handwerklich unterstützen. So könnt Ihr am Besten Land und Leute kennenlernen.

Jede Menge Kinderhände

die einen berühren wollen. Ich war 2011 eine der ersten Weißen, die ins Dorf kamen. Ihr solltet also keine Berührungsängste haben. Den ganzen Tag rufen Sie „weiße Frau: wie geht es Dir?“ Im Allgemeinen sind die Begrüßungen eher überschwänglich für unsere Verhältnisse und mit Lob und Komplimenten wird nicht sparsam umgegangen.

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Fremde werden Freunde

In Ghana gibt es eine Redensart „Wenn Du einem Fremden begegnest – lasse ihn sich nicht lange fremd fühlen. Denke daran, auch Du kannst einmal der Fremde sein!“ Diese Einstellung kann man überall im Land spüren und dies ist es wohl auch, was es hier so angenehm macht, unterwegs zu sein. Die freundliche, liebenswürdige und lebensfrohe Art verbreitet eine angenehme Stimmung und lässt es mir immer wieder warm ums Herz werden. Der starke Glaube und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben den Menschen hier Kraft und auch wenn nicht alles perfekt ist, wird das Beste daraus gemacht. Dies hat mich während meiner Zeit in der Ambulanz und auch in der Midnight Sun International School im Dorf Langbinsi immer wieder fasziniert. In Ghana sind es für mich die Menschen, die mich immer wieder zurückkehren lassen.

46 Sprachen und ebenso viele Stämme

Es gibt 46 Sprachen und ebensoviele Stämme, im Süden leben mehr Christen, im Norden mehr Muslime – das vereinende ist, dass alle sehr stolz auf ihr Land sind und offen und friedlich zusammenleben. Ich wurde schon zu muslimischen Festen in die Moschee eingeladen, genauso bringen die Christen an Weihnachten Essen zu ihren muslimischen Nachbarn.

Reisen als Frau alleine in Ghana

Ghana wird oft als Best practice Beispiel in Afrika erwähnt, da es wirtschaftlich und politisch stabil ist – als Frau kann man am Tag unbedenklich alleine reisen. Mein Tipp – nutzt auf jeden Fall öffentliche Verkehrsmittel wie Trotros – hier kommt man schnell ins Gespräch! 🙂 Eine Herausforderung in einer großen Stadt wie Accra ist es oft, dass es keine ausgeschriebenen Fahrpläne, Straßennamen oder Haltestellennamen gibt. An die überall herumliegenden schwarzen Plastiktüten und anderen Unrat werde ich mich wohl nie gewöhnen. Für viele Unternehmungen braucht man/Frau etwas mehr Geduld. Das Trotro (ein Kleinbus) fährt z.B. nur los, wenn alle Plätze besetzt sind – auf dem Land kann es dann schon mal etwas länger dauern. Ich muss allerdings gestehen, dass ich nach ein paar Wochen in Ghana in meinem Alltag relaxter zurückkomme und einen Gang runterschauben kann.

Was solltet Ihr auf jeden Fall in Ghana gesehen/gemacht haben?

– ACCRA die Hauptstadt, Jamestown, Osu zum Einkaufen, Artists Alliance Gallery in Labadi

– CAPE COAST und ELMINA mit ihren mächtigen Forts entlang der Sklavenküste

– FEIERN mit Einheimischen. Es ist immer laut, lustig, es wird getanzt, gesungen und getrommelt.

– FUFU essen (kloßförimiges Nationalgericht aus Kochbananen und Yam oder Kasava) mit einer sehr scharfen Suppe/Sauce. Vorsicht: das Essen ist im allgemeinen sehr scharf. In Ghana isst man mit der rechten Hand – auf Anfrage bekommt man unter Gelächter auch Besteck gereicht. 🙂

– KAKUM National Park incl. Canopy Walkway

– eine Fahrt vom Süden in den Norden um alle KLIMAZONEN des Landes zu sehen.

– KUMASI incl. Marktbesuch – einer der größten Märkte Westafrika

– lange SANDSTRÄNDE entlang der Küste im Süden mit kleinen Eco Lodges wie dem Safari Beach Hotel in der Nähe von Busua.

– eine 30stündige Fahrt auf dem VOLTA-Stausee mit einem Frachtschiff von Akosomba nach Yeji. Es gibt ein paar Kabinen auf dem Schiff oder ihr legt Euch einfach mit einem Schlafsack auf das Deck.

Bildung ist die stärkste Waffe- wer hilft mit? 

Seit dieser Woche suchen wir außerdem Paten für die Übernahme der Schulgebühr und Schuluniformen von Kindern, deren Eltern sich die 5 Euro/Monat nicht leisten können. Von den Schulgebühren werden Bücher und Lehrmaterial, sowie die Lehrer bezahlt. Wie es schon Nelson Mandela so weise ausgesprochen hat „Bildung ist die stärkste Waffe um die Welt zu verändern.“ Ihr verändert für ein einzelnes Kind in Langbinsi/Ghana viel, wenn Ihr einen Dauerauftrag über 5 Euro mit dem Stichwort „Patenschaft“ und Eurer Adresse angebt. Commerzbank, Konto: 0661160600, BLZ 70080000 und so vielleicht einen ersten Berührungspunkt mit/in Ghana habt.

Herzliche sonnige Grüße von der Goldküste

Eure Sabine

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