Tankwe ade – scheiden tut weh!

Der Tankwe Nationalpark ist seit langem eins meiner heißbegehrten Ziele. 4,5 Stunden von unserem Ausgangspunkt Nähe Kapstadt entfernt, gut erreichbar für einen drei Tages Trip. Gesagt gebucht! Im Januar 2016 habe ich eins der begehrten Elandsberg Cottages gebucht. Tankwe steht für Sternenhimmel, Milchstraße, Einsamkeit, Marslandschaft und das mitten in der Karoo. Weit abseits der normalen touristischen Pfade.

Der Tankwa Karoo National Park wurde im Jahr 1986 gegründet und von ursprünglich 26.000 ha Größe nach und nach durch Zukauf von Farmland auf 111.000 ha vergrößert.

Die karge Landschaft im Tankwa Karoo soll einen ganz besonderen Reiz haben. Die Vegetation ist sehr spärlich und besteht meist aus Sträuchern und Sukkulenten. Im August verwandelt sich die Landschaft, nach dem ersten Regen, in ein buntes Meer aus Blütenteppichen. Der Park liegt in einem der trockensten Bereiche der Sukkulenten-Karoo mit 80 mm jährlicher Niederschlagsmenge und einer durchschnittlichen Höhenlage von 450 – 650 m.

Ein Jahr später sollte es losgehen. Eine gute Freundin warnte uns noch. Sie habe auf Ihrer Reise in den Park, um die 200 zerfetzte Reifen gezählt. Na ja dachten wir: Ersatzrad check! Spezialschaum kaufen wir auf dem Weg. Leider kein Check, da alle Geschäfte durch einen Feiertag geschlossen hatten.

Dann kam sie, die berühmt berüchtigte Gravel Road.

10 km, 20 km, 30 km, 4 Stunden und noch immer 80 km vor uns. Siehe da, Tankwe Padstall 35 km- free Wifi. Bei unseren Jungs brach Begeisterung aus, waren wir die letzten 60 km ohne Netz. Aber nein nein, keine Chance, weiter geht es, wir sind spät dran. Km 70. was ist das für ein komisches Geräusch? Einen Platten- shit. Der Ersatzreifen kam zum Einsatz und dann kehrte Ruhe in der Runde ein. Was nun? Schlecht vorbereitet, eigentlich nicht unsere Art, noch 50 km zum Parkeingang und 120 km zum Cottage. Ohne weiteren Reifen ohne Repaeraturschaum. Aber Südafrika wäre nicht Südafrika wenn nicht ein Farmer anhielt und sofort sein Walkie-Talkie zückte um Ersatzreifen zu organisieren. Leider waren alle unterwegs und keiner am anderen Ende des Walkie-Talkie verfügbar. „It’s a gamble“ meinte der gute Mann und so entschieden wir für Abbruch. Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer uns das gefallen ist?!?


Tankwe bleibt auf der ToDo Liste. Learning, besser vorbereiten. Mindestens zwei Ersatzreifen und Reparaturschaum im Gepäck. Früher losfahren, es dauert wie immer,  länger als geplant.

Nur eins haben wir richtig gemacht: Elandsberg Cottage frühzeitig gebucht.

Zum Abschluss gab es am Schild: Absolutely nothing from here!!! noch ein Jump Bild. Immerhin.

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