Auf Safaris – Do’s and Dont’s

Eines Morgens erwischte es mich kalt.

Auf der Panorama Seite der Süddeutschen fand sich der Artikel: „Hyäne überfällt Jugendlichen“ Schock! Gott sei Dank kommt es sehr selten vor. Wir sind auf unseren Reisen nie wirklichen Gefahren begegnet. Natürlich haben wir schon mal in der Elefantenherde gestanden. Manchmal queren die Tiere die Straße, lautlos oft – ich weiß kaum vorstellbar und schon stehen wir mittendrin. Da heißt es ruhig bleiben, Auto aus und warten.

Ein anderes Mal standen wir im Krüger Park auf einer Gravel Road und beobachteten einen Löwen mit seinem Riss. Plötzlich sprang er auf und raste auf uns zu. Die elektrischen Fenster gingen gefühlt in Sekundenschnelle „quälend langsam“ hoch. Panik im Auto! Passiert ist nichts, es war ein Scheinangriff und wir hatten ausreichend Sicherheitsabstand.

Chobe Nationalpark- wer macht hier wem Platz?
Bild: Elke Walther

Sicherabstand ist ja ein Wort das der ein oder andere nicht kennt.

Hier bin ich öfter überrascht wie nah sich manche an die Tiere trauen. Einmal haben wir erlebt, dass eine Gruppe, die Damen des Hauses mit gefüllten Weingläsen auf  der offenen Ladefläche des Jeeps, auf eine Gruppe Elefanten zuraste. Immer wieder das Gaspedal durchtretend. Mann frage ich mich – was soll das?

Wer in der Wildnis unterwegs ist, sollte wachsam sein.

Vorsichtig,  umsichtig, Instinkte geschärft. Back to the roots. Wie früher die Urmenschen, die immer auf der Lauer vor dem nächsten Säbelzahntiger waren. Nein, Spaß. Grundsätzlich gilt: Wilde Tiere lässt man in Ruhe! Das gilt nicht nur für größere Tiere, sondern besonders auch für kleinere Lebewesen!

Informiert euch vor Beginn eurer Safari,

welchen Tieren ihr möglicherweise begegnet und wie man sich am besten bei einer Begegnung verhält. Meist werden euch Tiere aus dem Weg gehen. Wir Erwachsenen gehören nicht zum üblichen Beuteschema. Wenn ihr doch mal überraschend auf ein Tier trefft, verhaltet euch ruhig und ängstigt es nicht noch mehr durch hektische Bewegungen und Lärm. Zieht euch langsam und vorsichtig zurück, um dem Tier wieder mehr Raum zu geben und ihm einen Fluchtweg zu öffnen.

Bei Tieren mit Jungen besonders vorsichtig sein

Besonders achtsam müsst ihr sein, wenn ihr auf Tiere mit Jungen trefft. Denn wilde Tiere mit Jungtieren sind besonders empfindlich. Sie wollen ihre Jungen schützen und man sollte  einen Bogen um die Tierfamilie machen.

Zu beachten ist, Wildtiere haben eine Fluchtdistanz, die sollte nie unterschritten werden. Abstand halten, NICHT weglaufen, ruhig stehen bleiben und langsam zurück ziehen. Ich möchte hier klar stellen, ich bin kein Experte. Sprecht unbedingt mit den Rangern vor Ort. Sie kennen sich aus und geben euch die notwendigen Ratschläge.

Reptilien Auffangstation München

Schlangen ist auch so ein Thema mit dem ich mich oft auseinander gesetzt habe. Gesehen haben wir in 17 Reisen drei Stück. Wichtig ist, nicht barfuß durch den Busch laufen, knöchelhohe Schuhe und festes Aufstampfen.

Ich habe mal eine gute Antwort auf eine Frage nach Schlangen gelesen. Die Frage war wie oft man Schlangen in Kapstadt vorfindet. Der Kommentar: täglich! Vor der Tafelberg Bahn, vor dem Coffee Shop, in der Viktoria water Front.

Hier ein Auszug aus dem Hupe Reiseführer den ich Euch ans Herz legen möchte!

Fordert nie Elefanten heraus. Ein wütender Elefant läuft sehr viel schneller wie ein Mensch flüchten kann. Bei einer Herde mit Kälber ist sofortiger langsamer Rückzug angesagt. Attacken passieren meist, weil der Mensch die Körpersprache des Elefanten nicht richtig einordnen kann.

Büffel sind in der Herde meist friedlicher als alleine. Sie flüchten meist vor Menschen, ein Einzelgänger zögert nicht einen Angriff zu starten. Notfalls auf einen Baum flüchten.

Hippos werden an Land beim Grasen nur dann aggressiv, wenn Ihr Fluchtweg abgeschnitten ist. Also nie zwischen Hippo und Gewässer stehen.

Für alle Großkatzen gilt, der menschliche natürliche Trieb weg zu rennen, ist die schlechteste Wahl. Sofort stehenbleiben und langsam den Rückzug einleiten. Bleiben sie als Gruppe eng zusammen, zeigen sie weder Angst noch Aggression. Sollte es zu einem Angriff kommen, versuchen sie mit Lärm abzuschrecken.

Moremi Nationalpark, Hyäne auf dem Campingplatz in der Nacht Bild: Elke Walther

PS: Weitere Tipps zu Do’s and Dont’s auf safaris gibt es auf der Seite von holiday extra.

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